Christian Stukenberg, Autor auf Musikexpress

Christian Stukenberg

,,Shots From A Cold Nightmare", ,,Night Thoughts", ,,Hot Nite In Dallas" - das sind Plattentitel, die wecken selbst Siebenschläfer auf. Geschrieben wurden und gesungen werden sie von Moon Martin, der eigentlich John Martin heißt, aber überall Moon genannt wird, weil er sich in seinen Texten und Kompositionen so oft in dunkle Nacht verirrt. Kürzlich gastierte dieser Mondmensch, der eine verblüffende Ähnlichkeit mit Woody Allen besitzt, im Hamburger ,,Logo" - natürlich in einer Vollmondnacht exakt ab 24 Uhr. Die Zuhörer glaubten zu träumen: tauchte da doch geradezu aus dem Nichts ein unverschämt guter Singer, Songwriter und Gitarrist auf.

In wenigen Jahren hat sich die ehemalige Provinznudel Linda Ronstadt zum internationalen Topstar gemausert — mit Hilfe ihrer tiefen Country- Kehle, ihrer erotischen Ausstrahlung und einer Menge guter Songs von anderen Leuten. Christian Stukenberg wühlte 550 Druckzeilen lang in Lindas erstaunlicher Karriere und macht keinen Hehl aus seiner Sympathie für die platinveredelte First Lady der amerikanischen Rockszene.

1978 sollte das Eloy-Jahr werden. Die Umsätze ihrer LP „Ocean“ und die des Vorgängers „Dawn“ zeugten von einem erstaunlichen Popularitätsgrad. Euphorisch bereiteten die fünf aus Hannover mit Riesenaufwand ihre Deutschlandtournee vor, die sie nun endgültig im erlauchten Kreise der respektierten deutschen Acts etablieren sollte. Doch wie es schien, droht all der sorgsam konstruierte Bombast im […]

Die englische Rockmusik der frühen siebziger Jahre überlebt im Exil. Während rund um London die Punks mittlerweile eindeutig die Szene beherrschen, gedeiht der alte, optimistischere Sound jenseits des großen Teichs. Mit Hilfe amerikanischen Geldes und unter Anleitung versierter US-Producer konnten Briten eine lange Hitserie auf die Beine stellen. Paradebeispiel dieser Entwicklung ist natürlich Fleetwood Mac. […]

Lou Reed, launisch-nervöses „Rock ’n‘ Roll Animal“, „Gossenprinz“ ,Amphetamin-Nazi“ war in Deutschland. Die schmückenden Beinamen hat er sich nicht selbst ausgedacht, es sind vielmehr Attribute, mit denen die internationale Pop-Presse dem Phänomen „Lou Reed“ beizukommen sucht. Sein schlechter Ruf ist notorisch. Aber während in Amerika hauptsächlich die düstere Metaphorik seiner Platten daran schuld ist, hat […]

Wenn Allan Clarke ins rote Scheinwerferücht tritt, das Mikro ergreift und „Tarn Alive“ anstimmt, möchte man sich gerne der Illusion hingeben, es sei 1965, die Schulfete hätte gerade begonnen und man müßte Angst haben, beim Knutschen in der dunklen Mattengruft hinten in der Turnhalle erwischt zu werden. Indes schreiben wir 1977, Allan Clarke singt „Im […]

Als ich Leo Kottke das erste Mal auf der Bühne sah, waren ihm gerade beide Gitarren abhanden gekommen, genauer gesagt: Sie waren gestohlen worden. Etwas mißmutig absolvierte er daher das Vorprogramm für Loggins & Messina auf dem geliehenen sechssaitigen Instrument seines Roadmanagers. Das war vor drei Jahren in Los Angeles. Die Geschichte erfuhr ich aber […]

„Meine Musik beinhaltet eine Synthese höchst verschiedener Stil-Elemente. In meiner Musik findet man Soul, Jazz, schwarze Kirchenmusik, ebenso europäische Traditionen,Klassik. Nicht von allem, aber von vielem etwas“, sagt AL Jarreau. Dieser Tatsache und dem Umstand, daß er seine Lieder in einer bislang nur von wenigen perfekt beherrschten Gesangstechnik, dem „Scatting“, darbietet, verdankt der farbige amerikanische […]

"Wenn ich eine Weile die laue, fade Erträglichkeit sogenannter guter Tage geatmet habe, dann wird mir in meiner kindischen Seele weh und elend, daß ich die verrostete Dankbarkeitsleier dem schläfrigen Zufriedenheitsgott ins zufriedene Gesicht schmeiße und lieber einen recht teuflischen Schmerz in mir brennen fühle als diese bekömmliche Zimmertemperatur. Es brennt alsdann in mir eine wilde Begierde nach starken Gefühlen, nach Sensationen, eine Wut auf dies abgetönte, flache, normierte und sterilisierte Leben und eine rasende Lust, irgendetwas kaputtzuschlagen, etwa ein Warenhaus oder eine Kathedrale oder mich selbst, verwegene Dummheiten zu begehen, ein paar verehrten Götzen die Perücken abzureißen, ein paar rebellische Schulbuben mit der ersehnten Fahrkarte nach Hamburg auszustatten, ein kleines Mädchen zu verführen oder einigen Vertretern der bürgerlichen Weltordnung das Gesicht ins Genick zu drehen."

Cat Stevens gehört zu den Musikern, die gleich den 'Troubadouren' und 'Minstrels' vergangener Zeiten monatelang oder gar für Jahre verschwunden sind und dann urplötzlich wieder auftauchen. Bob Dylan gehört zu ihnen, sicher auch Paul Simon und natürlich auch Cat (Steve) Stevens ... Gross war also die Resonanz, als bekannt wurde: Cat ist wieder da! Nach viermonatiger Arbeit an seinem neuen Album 'The Buddha And The Chocolate Box', gab es einige Ankündigungen für Konzerte in England, es gab einige Dementi von Cat's Manager, aber schliesslich war es soweit: vor wenigen Wochen trat Cat Stevens im alten Londoner Drury Lane Theatre auf. ME war dabei:

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